23.03.2016 11:12

Busfahrerinnen und Busfahrer gesucht!

Hessens Busunternehmer: Mit Ausbildungsinitiative gegen Fahrermangel

Kategorie: Aktuelles

Wiesbaden / Gießen / Hanau. Der Boom im Fernbus-Verkehr hat den Mangel zusätzlich verschärft: Bundesweit werden qualifizierte Fahrerinnen und Fahrer für den regionalen Linienverkehr gesucht. Hessens Busunternehmer haben deshalb bei der Jahrestagung des Landesverbandes Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) in Hanau mit Verkehrsexperten über Rekrutierungs- und Qualifizierungskonzepte diskutiert.

Vor allem die Ausbildung zum Berufskraftfahrer muss dabei aus Sicht des Verbands eine noch größere Rolle spielen, um dem absehbaren Mangel zu begegnen. „Es wird zunehmend schwieriger, qualifiziertes Fahrpersonal zu bekommen“, erklärt der LHO-Vorsitzende Karl Reinhard Wissmüller (Michelstadt). Viele Fahrer, die bisher im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) tätig waren, fahren nun Fernbusse durch Deutschland. Regionale Busbetriebe müssen sich also etwas einfallen lassen.

Wer Interesse an einer Ausbildung zum Busfahrer hat, sollte in der Regel vier Dinge mitbringen: ein freundliches Auftreten, technisches Interesse, solide Deutschkenntnisse und Verantwortungsbewusstsein. Auszubildende machen die Führerscheinprüfung in der Regel innerhalb der Ausbildungszeit. Nicht selten übernehmen Busunternehmen die relativ hohen Kosten für die Führerscheine der künftigen Fahrerinnen und Fahrer. Kritisch wird es für selbständige Busunternehmer, wenn sie Fahrpersonal besser bezahlen möchten. Denn bestehende Verträge mit den öffentlichen Auftraggebern sehen deutlich steigende Personalkosten – im hart umkämpften Wettbewerb um Linienbündel in Hessen – nicht vor. Es erfolgt lediglich eine Anpassung über einen Index, die losgelöst von der tariflichen Entwicklung in Hessen ist. Deshalb fordern Hessens Busunternehmer angemessene Fortschreibungsklauseln in den Verträgen mit den öffentlichen Auftraggebern.

„Ziel der hessischen Busunternehmer ist es, Frauen und Männer für den Beruf des Busfahrers zu begeistern und sie dafür adäquat zu qualifizieren“, erläutert Uwe Kraus (Offenbach). Die Kolleginnen und Kollegen im LHO wählten Kraus bei ihrer Jahrestagung zum stellvertretenden Vorsitzenden. Zusammen mit Gerhard Sippel (Hofheim-Wallau) vertritt er den Vorsitzenden Karl Reinhard Wissmüller (Michelstadt).

 

 

 

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